Behandlungskosten

Standartleistungen der kieferorthopädischen Grundversorgung

Im Sozialgesetzbuch V §12 steht, dass eine Behandlung ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich sein muss. Die Krankenkassen bezahlen somit eine Grundversorgung mit Standardmaterialien, wie unprogrammierten Brackets und starre Stahlbögen, welche seit vielen Jahren Verwendung finden.

Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt die Kosten einer kieferorthopädischen Behandlung vollständig, wenn der Patient das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet hat und die Abweichungen von der Norm ein gesetzlich definiertes Maß überschreiten.

Diese Abweichungen sind per Gesetz, dem sogenannten KIG - System klar definiert.

Außerhalb dieser Definition sind alle kieferorthopädischen Behandlungsmöglichkeiten Privatleistungen und gehen zu Lasten des Patienten oder der privaten Versicherer.

Während der gesamten Behandlungsdauer tragen Sie einen Versichertenanteil von 20% an den Gesamtkosten der Behandlung, der Ihnen bei erfolgreichem Abschluss von Ihrer Krankenkasse zurück erstattet wird.

Somit übernimmt die Krankenkasse also die vollen Kosten der Behandlung.

Ihre Eigenanteile von 20 % sind quartalsweise zu entrichten und werden auch so zum Ende eines jeden Quartals mit Ihnen abgerechnet. Sie beziehen sich auf die in den Quartalen erbrachten Leistungen. Grundlage der Berechnungen ist ein bei der Krankenkasse zu Beginn der Behandlung eingereichter und genehmigter Behandlungsplan.

Komfortleistungen und Zusatzvereinbarungen

Alle über diesen definierten Standard der Grundversorgung hinaus gehenden Behandlungsmaßnahmen sind nicht Bestandteil der vertragszahnärztlichen Versorgung der gesetzlichen Krankenkassen.

Derartige Komfortleistungen bieten die Möglichkeit, die Behandlung, hinsichtlich der alltäglichen Beeinträchtigungen und der Dauer der Behandlung zu optimieren. Kleinere oder auch selbstaktivierende Brackets (Griffe auf dem Zahn) und moderne hochelastische Bögen lassen Beschwerden geringer ausfallen und machen Bewegungen der Zähne schneller möglich. Auch wird dadurch die Mundhygiene einfacher. Letztendlich sind die Patienten während der Behandlung weniger beeinträchtigt und erreichen das Behandlungsziel schneller und schonender. Diese Leistungen werden nicht von den gesetzlichen Krankenkassen getragen, sie gelten als private Zusatzvereinbarungen.